Hausrotschwänzchen

Nachdem wir im 2015 keine Vogelfamilie zu unseren Gästen zählen durften, hatte sich im Pferdestall eine junge Hausrotschwänzchenfamilie niedergelassen. Bereits im 2014 konnten wir mehrere Vogelpaare bei der Fütterung und Aufzucht ihrer Jungvögel beobachten und uns an ihrem fröhlichen gezwitscher erfreuen. Am Dienstag, 14. Juni 2016, haben sich die vier Jungvögel auf ihren Jungfernflug begeben um die grosse weite Welt zu erobern.

Im Pferdestall waren Hausrotschwänzchen eingezogen, bauten ein Nest und fütterten ihre vier Jungen. Diese meldeten sich mehrmals täglich lauthals. Ihre Schnäbel waren jeweils sperrangelweit geöffnet, wenn Mama oder Papa mit Futter anflog. Durch die ein- und ausgehenden Vierbeiner liess sich die Vogelfamilie nicht stören und auch die Equiden störten sich nicht an ihren neuen Nachbarn; eher im Gegenteil.

Am Dienstag, 14. Juni 2016, traten die vier jungen Hausrotschwänzchen zu ihrem Jungfernflug an. Sie starteten in eine neue Weite; ausserhalb ihres engen Vogelnestes. Die Katzen beobachteten dieses Treiben schon seit einigen Tagen aufmerksam. Trotz intensiven Bemühungen menschlicher Freunde, gelang es nicht, die vier Jungvögel permanent zu schützen. So kam es wie es kommen musste – am Mittwoch, 15. Juni 2016, wurde ein junges Hausrotschwänzchen von der Katze «Liselotte» verspeist. Das ist die Welt der Tiere. Immerhin – drei Hausrotschwänzchen sind ausgeflogen, um die Welt zu erobern.

[ © de.wikipedia.org ] Der Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros) ist eine Singvogelart aus der Familie der Fliegenschnäpper (Muscicapidae). Er ist etwas kleiner als der Haussperling und vor allem an seinem rostorangen Schwanz und dem ansonsten dunklen Gefieder zu erkennen.

Hausrotschwänze sind Nischenbrüter und waren ursprünglich ausschließlich im Gebirge beheimatet. Erst seit ungefähr 250 Jahren ist die Art im Tiefland verbreitet und auch in Siedlungsgebieten in der Nähe des Menschen anzutreffen. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten, die von einer Warte aus meist am Boden, seltener auch in der Luft gefangen werden. Der Gesang des Hausrotschwanzes ist charakteristisch, da der Mittelteil eher einem kratzenden Geräusch ähnelt. Er zählt tageszeitlich zu den ersten gesangsaktiven Vögeln.

Die Hausrotschwänze West– und Mitteleuropas sind Kurzstreckenzieher und überwintern vorwiegend im Mittelmeerraum. Sie verlassen dabei als eine der letzten wegziehenden Arten das Brutgebiet und kehren früh im Jahr bereits zurück. Der Hausrotschwanz wird als ungefährdet eingestuft und gehört zu den Singvogelarten, deren Bestände in Europa in den letzten Jahren leicht zugenommen haben.

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